Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Frankfurter Queere Aktionstage – Teil 1 – Interne Aktionstage

7. Mai 2022 @ 10:00 - 17:00

Kostenlos

10:00 Get-together mit Kaffee

 

10:30 Mehrfachdiskriminierungen in der LGBTQIA*-Community am Beispiel des Antiziganismus mit Silas Kropf

– Vortrag mit Diskussionsrunde im Anschluss –

Menschen, die sich als LGBTQIA* identifizieren, sind häufig Diskriminierungen ausgesetzt. Für viele bildet die Community bzw. die Szene ein zentraler safe space. Dabei ist die Community nicht für alle LGBTQIA* ein sicherer Ort. Rassismus, Diskriminierungen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit finden sich auch in der LGBTQIA*-Community. Am Beispiel des Rassismus gegen Sinti:zze und Rom:nja beleuchtet Silas Kropf in seinem Impulsvortrag die Auswirkungen auf die Betroffenen und zeigt auf, wie Mehrfachdiskriminierungen für Ausschlüsse innerhalb und außerhalb der LGBTQIA*-Community sorgen. Gemeinsam mit den Teilnehmenden soll sich darüber ausgetauscht werden, wie ein safe space für alle geschaffen und die Community-Räume offener sowie sensibler gestaltet werden können. Anmeldung unter foerderverein@vielfalt-frankfurt.de. Die Plätze sind begrenzt. Teilnahme kostenfrei.

Silas Kropf, B.A. Soziale Arbeit und M.A. Organisations- und Personalentwicklung, ist deutscher Sinto aus Hanau. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit in der Personal- und Organisationsberatung ist er als freiberuflicher Referent für Bildung und zivilgesellschaftliches Engagement mit den Schwerpunkten Antiziganismus und Intersektionalität tätig. 2019 wurde Silas in die Unabhängige Kommission Antiziganismus im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat berufen. Zudem war er u.a. von 2017-2019 stellvertretender Vorsitzender der Roma-Jugendselbstorganisation Amaro Drom e.V. Ehrenamtlich engagiert er sich u.a. als Vorsitzender des CSD Hanau e.V.

 

Kontakt:
www.silaskropf.de
E-Mail: info@silaskropf.de

 

12:30 Mittagspause

 

13:30 Queerfeindlichkeit vs. Anti-muslimischer Rassismus – Wie Diskriminierungsformen gegeneinander ausgespielt werden mit Marco Linguri

– Vortrag mit Diskussionsrunde im Anschluss –

Muslimisches Leben in Deutschland ist sehr vielfältig. Leider wird es oft so reduziert dargestellt, als ob es nur eine einzige Lesart des Islams geben würde. In Form von antimuslimischem Rassismus und insbesondere Homonationalismus wird dieser Lesart (insbesondere seitens rechter Akteur*innen) zugeschrieben, dass Queerphobie ein fester Bestandteil „des“ Islams sei. In diesem Vortrag gehen wir gemeinsam diesem Narrativ auf die Spur, verstehen, warum und was daran so falsch und so gefährlich ist und machen uns Gedanken, wie wir konkret dagegen vorgehen können.

Marco Linguri ist trans Mann mit romeiko-türkischem Background. Er hat einen Magister in Romanistik, eine abgeschlossene Ausbildung zum nicht-direktiven Berater, studiert im Zweitstudium Islamische Theologie und macht parallel eine Imam-Ausbildung am CALEM Institut Marseille. Er ist im Bundesvorstand des Liberal-Islamischen Bundes und dort auch für u.a. queere und interreligiöse Eheschließung in Süddeutschland zuständig. Seit kurzem leitet er die Queer-Muslimische Beratung für den LIB e.V. – mehr dazu unter lib-ev.de/queer

Darüber hinaus betreibt einen Blog (coffeeandidentity auf WordPress) zu intersektionalen Perspektiven auf Diskriminierung aber auch kreativen Texten und Gedanken zu seinem muslimischen Glauben und ist Podcast-Host (Cistemkritik auf Spotify). Eines seiner Gedichte ist vor kurzem im queermuslimischen Gedichtband ARAF:unsichtbar abgedruckt worden.

Kontakt:
www.lib-ev.de
E-Mail: linguri@lib-ev.de

Anmeldung unter foerderverein@vielfalt-frankfurt.de. Die Plätze sind begrenzt. Teilnahme kostenfrei.

 

16:00 Zeit zum Netzwerken und Gedankenaustausch für neue Projekte

 

17:00 Ende

 

Während queer*feindliche physische und psychische Straftaten im öffentlichen Raum zunehmen, wächst die queere* Community näher zusammen. Das Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt schafft mit verschiedenen Aktionen queer*freundliche Räume zur Auseinandersetzung und Förderung eigener Fähigkeiten eines Zusammenarbeitens auf Augenhöhe, Stärkung des Zusammenhalts Frankfurter queerer Organisationen, Vereine und Einzelpersonen. Inhaltliche Arbeiten zu den Themen Antidiskriminierung und inklusive Sprache werden in Vorträgen, Workshops, Diskussionsrunden, Get-togethers Impulse für die real existente Vielfalt unserer Gesellschaft gesetzt.

Als Weiterbildungs- und Sensibilisierungstage ist der erste Teil der Veranstaltungsreihe Bündnismitgliedern gewidmet. Zum zweiten Teil sind alle Interessierte willkommen, verbindliche Anmeldung per E-Mail an foerderverein@vielfalt-frankfurt.de unter „Anfrage Anmeldung zur Teilnahme an den Frankfurter Queeren Aktionstagen“. Die Plätze sind begrenzt.

Weitere Informationen zum Programm folgen in Kürze.

 

Die Frankfurter Queeren Aktionstage werden in Unterstützung vom Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main, LSBT*IQ-Netzwerk Rhein-Main sowie dem Offenen Haus der Kulturen realisiert.

Grafik: Cigar Sauerkraut

 

Frankfurter Queere Aktionstage – Teil 1 – Interne Aktionstage

Details

Datum:
7. Mai 2022
Zeit:
10:00 - 17:00
Eintritt:
Kostenlos

Veranstaltungsort

Offenes Haus der Kulturen
Mertonstraße 26-28
Frankfurt am Main, Hessen 60486 Deutschland

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert