IDAHOBITA* 2022

unter dem Motto "Steh auf gegen Hass"

Das Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt organisiert am 21.05.2022 ein besonderes Happening zum IDAHOBITA* (Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*-, Trans* und Asexuellenfeindlichkeit). Nach zwei Jahren Corona bedingter virtueller Events erwartet euch in diesem Jahr wieder ein reales Straßenfest auf der Frankfurter Hauptwache. Unser vielfältiges Bühnenprogramm mit dem Ziel der queeren Sichtbarkeit und Bildung wird sich unter anderem in Podiumsdiskussionen mit dem Themen “Bisexualität” und “Nonbinarität” auseinandersetzen und soll die Menschen für geschlechtliche und sexuelle Identitäten sensibilisieren. 

Gemeinsam wollen wir noch immer vorhandene (Mehrfach-) Diskriminierungen aufzeigen und Queerfeindlichkeit und allgemein Hass gegenüber der LGBTIQA+ Community auf de Welt entgegentreten. Lasst uns zusammen die Hauptwache an diesem Tag in allen Regenbogenfarben zum leuchten bringen und beteiligt euch an unserem Flashmob für den Frieden in Europa und weltweit. 

Wir danken all unseren Sponsor*innen für die Unterstützung, welche diesen Tag möglich macht. 

Fonds Soziokultur e.V.

Hessen ist Geil – ein Projekt der AIDS-Hilfe Hessen

FDP – Kreisverband Frankfurt

Bündnis 90 – Die Grünen Frankfurt am Main

Queer Womxn Frankfurt

Evangelische Stadtkirche Frankfurt und Offenbach

LIBS – Lesben Informations- und Beratungsstelle e.V.

BÜHNENPROGRAMM

Moderation

Marco Linguri

Marco Linguri ist trans Mann mit romeiko-türkischem Background. Er hat einen Magister in Romanistik, eine abgeschlossene Ausbildung zum nicht-direktiven Berater, studiert im Zweitstudium Islamische Theologie und macht parallel eine Imam-Ausbildung am CALEM Institut Marseille. Er ist im Bundesvorstand des Liberal-Islamischen Bundes und dort auch für u.a. queere und interreligiöse Eheschließung in Süddeutschland zuständig. Seit kurzem leitet er die Queer-Muslimische Beratung für den LIB e.V. – mehr dazu unter lib-ev.de/queer

Kai Logarić

Kai ist 39, Studierende der Sozialen Arbeit, selbstständig und Aktivist*in. Unter anderem auf deren Instagram Account @was.kai.sagt klärt Kai zu den Themen Antirassismus, queeres Leben, mentale Gesundheit, Polyamorie, Antidiskriminierung, Veganismus oder Elternschaft auf. Kai hat ein 5 jähriges Kind und engagiert sich ehrenamtlich bei dem queeren Bildungsprojekt SCHLAU Frankfurt.

Jenny Fuß

Jenny Fuß ist Sozialarbeiterin und seit fast 2 Jahren im JuLe-Treff im LIBS tätig, wo sie neben der pädagogischen Arbeit im Treff auch an Vernetzungstreffen und Arbeitskreisen teilnimmt. Zusätzlich führt sie Workshops an Schulen zur Sensibilisierung und Sichtbarmachen von LSBT*IQ+A-Lebensweisen durch und arbeitet in verschiedenen Arbeitskreisen wie der Planung des IDAHOBITA* mit.

Redner*innen

Hilime Arslaner

Hilime Arslaner ist seit April 2021 die Erste Bürgerin Frankfurts und Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung. Seit elf Jahren ist sie für die Grünen im Stadtparlament. Arslaner hat ein Diplom in Volkswirtschaft und ist Unternehmensberaterin und interkulturelle Trainerin. Sie kommt aus Bornheim und hat eine Tochter.

Kai Klose

Hessischer Minister für Soziales und Integration. Außerdem ist er in verschiedenen Gremien, Verbänden und Ausschüssen aktiv.

Annette Ludwig

Annette Ludwig, ist politische Aktivistin und aktiv im Ortsfrauenausschuss der IG Metall. Schwerpunkte Ihrer politischen Arbeit, sind der Kampf gegen prekäre Arbeit, Hartz IV und Armut. Als Feministin setzt Ludwig sich für Gleichstellung, gegen Sexismus und die Diskriminierung von Menschen ein.

Dr. Olaf Lewerenz

Dr. Olaf Lewerenz ist Stadtkirchenpfarrer der Frankfurter Katharinenkirche. Die Stadtkirchenarbeit bietet allen Besucher_innen eine offene Kirche, die Möglichkeit zum (Seelsorge) Gespräch, einen Raum um zur Ruhe zu kommen, spirituelle, geistliche und diakonische Angebote. Darüber hinaus finden punktuell besondere Veranstaltungen und Projekte statt.

Susanna Thorner

Susanna Thorner ist Organisatorin bei Queer Womxn Frankfurt und im Vorstand des LSKH Queeren Kulturhauses. Sie setzt auf zwischenmenschliches und ehrliches Miteinander, was nicht nur verbindet, sondern auch neue Räume der Akzeptanz und Behutsamkeit eröffnen kann.

Petra Weitzel

Petra Weitzel ist erste Vorsitzende der dgti e.V. (Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V.), langjährige Beraterin für transidente Menschen und verantwortlich für die Organisation von Aufklärungsprojekten zu Trans* für die Allgemeinheit und Fortbildung für Berater*innen transidenter Menschen. Sie ist aktiv in der „Projektgemeinde nicht nur für Schwule und Lesben“, beheimatet in der Gethsemanekirche Frankfurt am Main.

Ivo Gorisch

Ivo Gorisch (39) ist seit über 13 Jahren in der Szene präsent und tritt für den Ansatz ‘… nur gemeinsam gehts voran’, ein. Sein Weg führte ihn vom Pulse über das Halo zum Lucky’s, für welches er seit mehr als 3 Jahren arbeitet. Egal ob mit verschiedenen Dragqueens der Frankfurter Szene wie Jessica Walker oder Megan und Carla oder auch den Kolleg*innen der anderen Szenebars, mit jedem setzt er gemeinsame Projekte auf und plant gemeinsame Partys, denn … nur gemeinsam gehts voran.

Podiumsdiskussionen

Thema Nonbinarität

Amelie Ludwig-Dinkel

Amelie ist Mitte 20, macht gerade deren Master in Politischer Theorie in Frankfurt und arbeitet nebenbei in Wiesbaden. Ehrenamtlich ist er*sie queerpolitisch in verschiedenen Funktionen aktiv und sitzt im Stadtparlament von Schwalbach am Taunus.

Robin Fritz

Robin ist 26, weiß, able-bodied, endogeschlechtlich, trans & agender. Nin studiert Soziale Arbeit und wird sich in nins Bachelor-Thesis mit der reproduktiven & sexuellen Gesundheit von trans & nicht-binären Personen beschäftigen. Während dem Studium engagiert sich Robin ehrenamtlich bei SCHLAU Frankfurt, einem Bildungs- & Antidiskriminierungsprojekt zu sexuellen Orientierungen & Geschlechteridentitäten.

Anja*Max Schneider

Max ist eine queere, nicht-binäre trans maskuline Person aus Frankfurt und arbeitet als Pädagog*in, Akademiker*in, Autor*in und Yoga Lehrkraft. Max hat mehrere Jahre in den U.S.A. gelebt und 2021 einen M.A. in American Studies an der Goethe-Universität abgeschlossen. Anjas akademische Recherche und kreative Texte erkunden Themen wie die Intersektionen von lesbischen und trans Lebensrealitäten, chronische Schmerzen und unsichtbare Behinderung. Letztes Jahr hat Anja die Broschüre “Nicht-Binär: Eine Einführung” geschrieben und veröffentlicht, die es auf Deutsch und auf Englisch sowohl physisch als auch digital zu kaufen gibt. www.am-schneider.com/nichtbinaer

Thema Bisexualität

Jana Ammann

Jana Ammann koordiniert seit 2019 das LSBT*IQ-Netzwerk Rhein-Main, ein Projekt der AHF e.V., gefördert vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration. Janas Anliegen ist es, queere* Themen intersektional zu denken und einen Fokus auf unterrepräsentierte Aspekte queerer Lebensrealitäten zu legen.

Leon Schenk

Leon Schenke (He/Him) ist 22 Jahre alt, Jurastudent und arbeitet im Frankfurter Rathaus. In seiner Freizeit engagiert er sich unter anderem als queerpolitischer Sprecher einer Jugendorganisation auf Landesebene.

Theresia Krone

Theresia Krone ist Sozialarbeiterin und arbeitet seit über zwei Jahren in der queeren Beratungsstelle gewaltfreileben als Beraterin. Seit diesem Jahr arbeitet sie hauptamtlich im queeren Jugendwohnen der AHF, führt aber ihre Beratungsarbeit bei gewaltfreileben weiter fort. Theresias Themenschwerpunkt als Bi+ Aktivistin befasst sich mit den Besonderheiten der Gewalterfahrungen bisexueller Frauen in Intimpartner*innenschaften. Dazu entwarf sie eine Broschüre die den aktuellen Wissens- und Diskussionsstand zusammenfasst und organisiert in Kooperation von gewaltfreileben und der AHF einen Bi+ Stammtisch (all gender welcome).

Künstlerische Beiträge

antagon theaterAKTion

Risse im Asphalt – Aktionstheater/Stadtraumintervention

Wie wollen wir leben? Wie wollen wir unseren gemeinsamen Raum gestalten, die Straßen, Plätze und Felder, auf denen wir unser Leben gründen, die uns tragen und ernähren? Die eigens für die IDAHOBITA* zusammengestellte Performance nimmt das Publikum mit auf eine szenische Reise durch universelle Bilder vom Fallen, Aufstehen, und Wachsen und geht auf die Suche nach der Hoffnung, nach den Rissen im Asphalt und den Stimmen von den Rändern, die uns schon heute Puzzlestücke eines neuen Morgens erahnen lassen.

Musikalische Beiträge

Elda Band

Elda spielen ausgeschlafenen Indiepop, der auf Understatement, Ecken und Kanten setzt. Nachdem die Frankfurter Musikerinnen 2021 zu Streaming Formaten, etwa ins Häkken Hamburg, ins Schon Schön Mainz oder ins hr Fernsehen, eingeladen wurden, nutzten sie den Sommer über jede Gelegenheit um ihre Songs wieder vor Publikum zu performen (u.a. Zakk Düsseldorf, Kommz Festival, Bedroomdisco). Elda ist eine Entdeckung für alle, die den Mainstream scheuen und die Vielseitigkeit lieben.

Social Media: Instagram @ eldaband Facebook @ eldaband

Gwen Dolyn Toysboys

In Berlin geboren, hatte Gwen Dolyn 2019 beschlossen, dem Rummel der Großstadt zu entkommen. Nach der Veröffentlichung ihrer Solo EP “Things To Tell A Crying Girl” 2020, schloss sie sich im Herbst desselben Jahres mit Toyboys zusammen. Gemeinsam haben Gwen Dolyn und Toyboys eine Vorliebe für zart, aber heftig etabliert. Obwohl es seit dem Zusammenschluss auch poppiger zugeht. Auf der gemeinsamen Debüt EP „Komm schon!“ kommen die 80er Jahre mit neuen Klängen zum Tragen. Ging es bisher in Gwen Dolyn’s Songs vorrangig um psychische Probleme, Feminismus und Beziehung, kommen nun Lieder über Liebe und Selbstermächtigung hinzu. Zusammen mit Toyboys huldigt Gwen dem rohen Teil der Neuen Deutschen Welle (Hände, getrocknet), Sex-Vampiren (Dr. Murkes) und weint mit ihrer Band auf Bühne und Platte ein paar salzige süße Tränen (Girlscout).

Social Media: Facebook @ gwen.dolyn.sound Instagram @ toyboysbandgwen.fm

DJane Irinski

DJane Irinski verwandelt mit ihrem unverkennbaren “Nomaden-Sound” jede Party zu einer feiernden Karawane, die durch verschiedenste Musikstile von Balkan Beats über Arab Grooves bis hin zu Taiga Tunes zieht. Von Paris bis nach Persepolis, von Berlin über Kiew bis zum Baikal ist Irinski immer auch auf der Suche nach kritischen, queeren und feministischen Beats. Mit diesen trrreibenden und rrrebellischen Tönen lässt Irinski den Dancefloor krachen und bringt mehr Vielfalt in die üblichen Hörgewohnheiten. Made with luv – für offene Ohren und Herzen!

Social Media: Facebook: https://m.me/irinski.djane.7 Instagram: https://www.instagram.com/djane_irinski/

IDENTITÄTENKAMPAGNE 2.0

Die Neuauflage unserer Identitäten-Kampagne zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*-, Trans*- und Asexuellenfeindlichkeit (kurz IDAHOBITA*) stellt die verschiedenen geschlechtlichen und sexuellen Identitäten vor, setzt sich für Sichtbarkeit der gesellschaftlichen Vielfalt und des menschlichen Seins ein. Gemeinsam wünschen wir uns von der Gesellschaft mehr Akzeptanz und wollen das Bewusstsein fördern, in dem Vielfalt als bereichernd verstanden wird und Menschen zusammen wachsen lässt.

Hinter jedem Buchstaben des LSBTIQA*-Alphabets verbirgt sich ein Begriff einer Selbstbezeichnung, der oftmals nicht verstanden oder auch missverstanden wird. Hier wird die Möglichkeit gegeben, mehr zu den einzelnen Identitäten zu erfahren und sich ein eigenes Bild davon zu machen. Unter dem Hashtag „Love your identity“ werden zwölf verschiedene Personen aus Frankfurt vorgestellt, die sich stolz zu ihrer Identität bekennen und klar sagen: Wir sind ein Teil dieser Stadt und einfach Menschen wie du und ich.

Neben der damit verbundenen Aufklärung soll die Kampagne alle Menschen für ein offenes Leben ihrer eigenen Identität ermutigen. Die Message: Sei wer du bist, liebe wen du willst und sei gewiss, du bist nicht allein! Das Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt ist eine Gemeinschaft mit der Forderung gleicher Rechte aller Menschen und tritt für eine diskriminierungs- und gewaltfreie Welt ein.

Marie-Kristin

Straight Ally

“Mensch bleibt Mensch und jede*r sollte für die individuelle Einzigartigkeit geliebt werden”

Sam

Trans*

“Ich bin ein Mensch genau wie Ihr”

Sue

Transsexuell

Meine Identität bedeutet für mich Freiheit!

Juliane

Intergeschlechtlich

Die Gesetzeslage zur Anerkennung der Geschlechteridentität muss sich dringend ändern. 

Ceci

Asexuell

Sich selbst wertschätzen können, obwohl man anders als die “Norm” ist.

Iryna

Pansexuell

Denn am Ende zählt die Liebe und nicht das Geschlecht.

Nico

Bisexuell

Mir war schon immer bewusst, dass ich auf mehr als nur ein Geschlecht stehe.

Saskia

Bisexuell

Es gibt so viele Formen und Arten von Liebe.

Gönni

Genderqueer

Ich wünsche mir, dass wir die starren Kategorien endlich aufbrechen. 

Miri

Queer

Für mich bedeutet “queer”, dass ich bin wer ich bin und liebe wen ich liebe. 

Sebastian

Schwul

Es ist egal, wen man liebt, solange man liebt. 

Annette

Lesbisch

Eine Identität abseits der Norman fordert erst einmal einen Denkprozess.