Nominierung Erika Wild für den ersten Hessischen Preis für Lesbische Sichtbarkeit

Frankfurt am Main, den 04. August 2020 – Das Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt nominiert Erika Wild (Ricky) für den ersten Hessischen Preis für Lesbische Sichtbarkeit, vergeben durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration am 14. Oktober 2020. Ihr Club La Gata ist weltweit die älteste und Frankfurts einzige Bar für lesbische, bisexuelle und queere Frauen*.

„Ricky hat vor fast 50 Jahren mit dem Club La Gata eine einzigartige Bar fürLesben geschaffen. Mit bewundernswertem Pioniergeist, großer Beständigkeit und als exzellente Gastgeberin hat Ricky das La Gata seitdem zu einer Institution der Lesbenszene entwickelt… Und es hat in all den Jahren nichts von seinem Charme verloren!“, Doris Fitschen, ehemalige Fußball-Nationalspielerin.

„Wir in Frankfurt können uns glücklich schätzen, einen ganz besonderen Ort der lesbischen Sichtbarkeit und ein einzigartiges Juwel der lesbischen Kultur sowie Community mit der legendären und einfühlsamen Wirtin Ricky zu haben. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, wer einmal da war, kommt immer wieder. Von solchen Orten und öffentlichen Räumen der Begegnung und Geborgenheit bräuchten wir überall mehr. Hier schlägt das greif- und sichtbare Herz der Frankfurter Lesbenszene. Hier trifft man sich unter Freundinnen, hat ein offenes Wort füreinander und feiert gemeinsam. Natürlich ist jeder, der Gast sein möchte, herzlich willkommen, unabhängig von ihrer Identität und wen sie liebt oder lieben möchte”, Verena David, queerpolitische Sprecherin der CDU im Römer und stellvertretende Landesvorsitzende der LSU Hessen.

„Zur lesbischen Emanzipation gehört auch lesbische Sichtbarkeit, lesbische (Schutz)Räume und eine engagierte Community, die für die queeren, aber auch eigenen Interessen stehen und kämpfen. Es gibt noch zu viele Vorurteile, Intoleranz, Zuschreibung, Diskriminierung und Angst vor dem Outing. Queere sowie lesbische Mädchen und Frauen brauchen sichtbare und hörbare Vorbilder aus Sport, Kunst, Politik, aus allen beruflichen und gesellschaftlichen Bereichen.“, Natascha Kauder, Stadtverordnete und sportpolitische Sprecherin der Grünen im Römer.

Nächstes Jahr feiert Erika Wild das 50-jährige Bestehen ihrer Bar. In einer Kooperation mit dem Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt plant die Barbetreibende zwei Veranstaltungen, mit denen sie ihre Gäst*innen generationsübergreifend zusammenbringt. „Zum Thema des ersten Abends ‚Was sind lesbische, bisexuelle und queere Bedürfnisse von damals und heute?‘ gibt es während der Feier des 50-jährigen Jubiläums Mitte September 2021 eine Ausstellung und Postkarten. Ich freue mich schon sehr auf meine lieben Frauen!“, Erika Wild.

Das Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt unterstützte im Frühjahr 2020 u.a. das La Gata durch die Spendenaktion „Rette Deine queeren Bars in Frankfurt“. Mit der Nominierung und Kooperation steht das Bündnis auch während der schweren Zeit bedingt durch die Covid-19-Situation der Barbetreibenden zur Erhaltung der Barkultur in Frankfurt für Frauen* zur Seite.

(c) Erika Wild, auf dem Foto: Erika Wild 1971
(c) Mercedes Rodriguez, auf dem Foto: Erika Wild & Mercedes Rodriguez (Despierta e.V.) 2019
Pressemitteilung: Club La Gata: die weltweit älteste Bar für lesbische, bisexuelle und queere Frauen*

One thought on “Pressemitteilung: Club La Gata: die weltweit älteste Bar für lesbische, bisexuelle und queere Frauen*

  • 13. August 2020 um 10:07
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    Ich gratuliere, Erika 💜
    Das 1. lesbische Lokal in den 70igern, das ich besuchte.
    Und jetzt das einzige lesbische Nachtlokal in Europa !

    Ich will die lesbische Kultur zurück!
    XX-Räume brauchen wir,
    zur Erhaltung unserer weiblichen Lebensfreude 😍

    Ich komme bald mal wieder nach Frankfurt 💜

    Herzlich von Mahide aus Berlin

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