Großveranstaltung zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-,
Inter
-, Trans– & Asexuellenfeindlichkeit

Frankfurt am Main, den 10. Mai 2019 – Das Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt, bestehend aus rund 80 Frankfurter LSBTIAQ-Organisationen, veranstaltet im Rahmen des diesjährigen „Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*-, Trans*- & Asexuellenfeindlichkeit“ (IDAHOBITA) am 17. Mai 2019 einen Aktionstag in der Innenstadt Frankfurts. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, den Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel strich.

Das Bündnis will an diesem Tag, von 14 bis 22 Uhr, mit farbenfrohen Ständen, einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm sowie verschiedenen Aktionen auf der Frankfurter Hauptwache, der Zeil sowie auf dem Klaus-Mann-Platz („Frankfurter Engel“) auf die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten sowie sexueller Orientierungen aufmerksam machen. Zugleich wird aber auch auf die Thematik der noch immer existenten und zum Teil stärker werdenden Stigmatisierung, Diskriminierung und Gewalt an LSBTIAQ* (lesbischen, schwulen, trans*-, inter*-, asexuellen und queeren Menschen) hingewiesen.

Währenddessen sich die gesetzliche Situation von LSBTIAQ* in Deutschland
verbessert, sieht es gesellschaftlich weiterhin schlecht aus. Homosexuelle können noch immer nicht in Frieden Hand in Hand über unsere Straßen gehen. „Schwuchtel“ ist das beliebteste Schimpfwort auf unseren Schulhöfen. Trans*Personen müssen noch immer einen Arzt entscheiden lassen, ob sie im „richtigen Geschlecht“ leben. Inter*Personen (zwischengeschlechtlich) werden tagtäglich bereits als Babies zwangsoperiert und verstümmelt. Asexualität wird als „krank“ definiert.

Global gesehen wird es düster. In 11 Staaten steht Homosexualität unter Todesstrafe. Menschen, die nicht ins religiöse oder nationale Idealbild passen, werden verfolgt und umgebracht. Frei zu sein ist kein Naturgesetz, es ist bitter erkämpft. Aus diesem Grund gibt es den 17. Mai (IDAHOBITA*). Ein Tag der auf die Vielfalt der menschlichen Existenz in all ihren Facetten aufmerksam machen und sich gegen jede Menschenfeindlichkeit erheben möchte.