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Pressemitteilung: Solidaritätsdemonstration für queere Menschen in Polen und weltweit

Frankfurt am Main, den 18. August 2020 – Das Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt veranstaltet am 24. August 2020 von 19:00 bis 21:00 Uhr auf der Frankfurter Hauptwache eine Solidaritätsdemonstration für den queeren Widerstand in Polen und weltweit.

“LGBT-freie Zonen”, polizeiliche Verfolgung von queeren Menschen, der gegen queere Menschen hetzende Präsident Duda, die Inhaftierung von “Margot” und vieler weiterer queerer Aktivist*innen: in Polen sind die Rechte von queeren Menschen mehr als nur gefährdet. Das Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt möchte dies nicht unkommentiert lassen und ein lautstarkes Zeichen für Menschenrechte setzen. “Mit unserer Demo wollen wir auf die massive Unterdrückung queerer Menschen in Polen sowie auf die weltweite Lage aufmerksam machen. Darunter fällt zum Beispiel auch die fast schon in Vergessenheit geratene Verfolgung von queeren Menschen in Tschetschenien und Russland, die Entrechtung von Trans*Personen in Ungarn sowie den USA, die noch immer existenten Todesstrafen für Homosexuelle in über 15 Ländern dieser Welt. Die Liste ist lang. Unsere Demo soll den Menschen hier in Deutschland aufzeigen, wie sie den Kampf für Menschenrechte in anderen Ländern unterstützen können. Wir sind nicht machtlos, ganz im Gegenteil!”, so Christian Gaa (Orga Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt).

“Für Toleranz, Respekt, Gleichberechtigung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Identität einzutreten und dabei geschützt zu sein, ist essentiell. Jeder Mensch sollte das Recht auf das Leben haben, das sie oder ihn glücklich macht, und die Person zu lieben, die sie oder er liebt. In Deutschland genießen wir das Privileg, frei unsere Meinung äußern und für unsere Rechte einstehen zu können. Ich möchte mich solidarisch mit denen zeigen, die den Mut haben, sich für eine offene und gleichberechtigte Gesellschaft einzusetzen – gerade in Ländern, in denen Aktivist*innen mit teils massiven Repressionen zu rechnen haben. Intoleranz und Ungerechtigkeit gehen uns alle an und dürfen nicht einfach akzeptiert werden.”, betont Franziska Zahoransky (Regenbogen-Crew der AIDS-Hilfe Frankfurt).

“Wir können aus der Geschichte lernen, wie wir unsere Zukunft gemeinsam gestalten. Jede*r kann aktiv für Akzeptanz und Respekt einstehen. Sei es durch finanzielle Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen, Teilen der Posts von Aktivist*innen, Support lokaler aktivistischer Gruppen, Engagement in Projekten – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wir rufen dazu auf, am 24.08.2020 ein Statement zu setzen, indem wir alle an diesem Aktionstag die Regenbogenflagge und/oder weitere Flaggen unserer vielfältigen Community aus den Fenstern hängen. Auch digital können sich Menschen beteiligen. So haben wir einen Aufruf gestartet, eine Videobotschaft zu der Frage, warum es wichtig ist, an dieser Kundgebung teilzunehmen und warum Solidarität mit Queers* in Polen und weltweit von Nöten ist, auf den eigenen Social Media Kanal zu setzen.”, sagt Josefine Liebing (Pressesprecherin Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt) dazu.

Die Teilnahme an der Kundgebung und Mahnwache erfolgt unter den Regeln der Covid-19-Hygienebedingungen (Nasen-Mundschutz & 1,5 Meter Abstand zueinander). Weitere Informationen auf Facebook unter: https://www.facebook.com/events/302018647917263/