Frankfurt am Main, den 25. März 2022 – Am 28. März 2022 ruft das Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt zur Soli- Kundgebung “Divers*City – CheersQueers* – Let’s march together for our Rights!” auf. “Gemeinsam und solidarisch stehen wir ein für ein Frankfurt, das allen Menschen ein Zuhause ist,” sagen Sue Ehmisch und Josefine Liebing, Vorstandsmitglieder des Fördervereins Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt e.V. gemeinsam mit Electra Pain, Frankfurter Drag Queen.

“In einem solidarischen Bündnis wollen wir als Community und Bürger*innen dieser vielfältigen Stadt ein Zeichen gegen Gewalt an Queers* setzen und Sichtbarkeit kreieren. Der Angriff auf Electra Pain in der Nacht vom 5. auf den 6. März 2022 ist kein Einzelfall. Viele queere* Menschen trauen sich nachts kaum, alleine durch die Innenstadt zu laufen aus Angst vor Übergriffen, weil sie als queer* wahrgenommen werden. Wir kämpfen aber weiter für die Akzeptanz und den Respekt einer vielfältigen Gesellschaft,” betont Sue Ehmisch.

„Queere* Menschen sollten sich in Frankfurt frei bewegen können, ohne Angst vor Anfeindungen oder Gewalt haben zu müssen. Dazu ist es wichtig, dass das Problem politisch ernst genommen und nach Lösungsansätzen gesucht wird!“ so Electra Pain.

“Für Frankfurt und Hessen ist ein Diskurs zu Konzepten notwendig, wie wir uns alle wohl und sicher fühlen. Schon Kleinigkeiten können erste Schritte sein, wie beispielsweise die Frage der Stadtgestaltung mit so etwas simplen wie einer Beleuchtung einer Straße oder eines Platzes oder verpflichtend umzusetzenden Bildungs- und Sensibilisierungskursen in verschiedenen Strukturen hinsichtlich Queer*feindlichkeit, Sexismen, Ableismen, Alterismen und Rassismen. Mit unserer Kundgebung wollen wir zugleich einen Diskurs nach dem Berliner Vorbild mit der Aufführung einer separaten statistischen Erfassung queer*feindlicher Straftaten sowie Publikation anregen. So wird eine dauerhafte, öffentliche Diskussion zu queer*feindlicher Gewalt aufrecht erhalten und stets nach neuen Lösungsansätzen gesucht,” ergänzt Josefine Liebing.

In der Nacht vom 5. auf den 6. März 2022 wurde die Künstlerin Electra Pain nach einem Auftritt an der Konstablerwache angegriffen. Auf Bundesebene wurden für 2020 laut Studie des LSVD (Lesben- und Schwulenverband Deutschland e.V.) insgesamt 782 Straftaten von Hasskriminalität verzeichnet, darunter 154 Gewalttaten (144 Körperverletzungen). Im
Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 36 Prozent. Für Frankfurt und Hessen fehlen aktuell Zahlen nach einer entsprechenden statistischen Aufschlüsselung, das ein geeigneteres Meldeverfahren und eine dauerhafte, öffentliche Diskussion entstehen lassen würde.

Anmerkungen: Drag ist eine Kunstform, keine sexuelle oder geschlechtliche Identität. Die Kundgebung findet unter Einhaltung aller Hygieneregeln statt, das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes sowie die Einhaltung eines Abstands von 1,5 m sind verpflichtend.

Wann: 28.03.2022, 18:00
Wo: Start Konstablerwache (Teil 1 Kundgebung), Demolauf zum
Klaus-Mann-Platz, Frankfurter Engel (Teil 2 Kundgebung)

Redner*innen: Nargess Eskandari-Grünberg (Bürgermeisterin, Dezernentin für Diversität, Antidiskriminierung und sozialer Zusammenhalt), Kaweh Mansoori (Bundestagsabgeordneter SPD-Fraktion), Petra Weitzel (Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V.), Rolf Würz (Vorsitzender Liberale Lesben und Schwule und Mitglied des FDP-Kreisvorstandes), Shangrilah (Drag Queen), Ivo Gorisch (Lucky’s), Enida Delalić (Offenes Haus der Kulturen), Michael Müller
(Stadtverordneter und Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Römer), Verena David (Queerpolitische Sprecherin der CDU im Römer), Julia Eberz (Stadtverordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Römer), Jessica Walker (Drag Queen), Dr. Constance Ohms (Broken Rainbows e.V.), Sue Ehmisch und Josefine Liebing (Vorstandsmitglieder Förderverein
Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt e.V.)
Moderation: Jessica Walker

Pressemitteilung: Divers*City – CheersQueers* – Let’s march together for our Rights! | Soli-Kundgebung gegen queer*feindliche Gewalt

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